
Baustelle Bauamt – Verantwortung liegt bei der Bürgermeisterin
28. März 2026




Die Entwicklung bei der Huberwiese beschäftigt unsere Gemeinde seit vielen Jahren. Der vordere Bereich der Fläche wurde bereits in der Altgemeinde Judendorf-Straßengel als Aufschließungsgebiet ausgewiesen. Damit ist eine Bebauung grundsätzlich möglich. Für die ÖVP war jedoch immer klar: Eine Entwicklung darf nur dann erfolgen, wenn sie für Anrainer, Infrastruktur und Verkehr auch tatsächlich verträglich ist.
Der Eigentümer, die ÖWG, hat nun einen Architekturwettbewerb für das sogenannte Baufeld 1 im Bereich beim Sparmarkt angekündigt. Laut unseren Informationen wurde dieser Wettbewerb im Vorfeld mit der Bürgermeisterin abgestimmt. Insgesamt sollen acht Architekturbüros eingeladen werden, eines davon auf Vorschlag der Gemeinde.
Geplant sind 73 Wohnungen mit bis zu drei Geschossen, die in drei Bauabschnitten errichtet werden sollen.
Ein Architekturwettbewerb kann grundsätzlich ein sinnvoller Schritt sein, um eine qualitätsvolle Bebauung sicherzustellen. Kritisch sehen wir jedoch, dass die bereits heute angespannte Verkehrssituation im Bereich der Landesstraße sowie der Zufahrt zum Sparmarkt und zur Mitterstraße nicht Teil des Wettbewerbs ist. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung darf die Verkehrsfrage nicht ausgeklammert werden. Mehr Wohnungen bedeuten auch mehr Verkehr – darauf braucht es klare und tragfähige Antworten.
Außerdem darf nicht übersehen werden: Beim betroffenen Bereich handelt es sich weiterhin um ein Aufschließungsgebiet. Eine Bebauung ist erst möglich, wenn sämtliche im Flächenwidmungsplan vorgesehenen Aufschließungs- und Erschließungsmaßnahmen umgesetzt sind.
Für uns ist daher klar: Für eine Umwidmung der größeren hinteren Fläche in Bauland, die derzeit als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen ist, wird es von der ÖVP keine Zustimmung geben.
Beim vorderen Aufschließungsgebiet werden wir genau darauf achten, dass der noch zu erstellende Bebauungsplan eine orts- und gebietstypische Bebauung sicherstellt. Unser Ziel ist eine Entwicklung mit Augenmaß – keine überdimensionierten Projekte, sondern Lösungen, die zu unserem Ort passen und für die Menschen vor Ort auch verträglich sind.