
Unser Bürgerinfo-Abend war ein voller Erfolg!
24. Februar 2023
Spielsand Aktion für Familien unserer Gemeinde 2023
26. März 2023Jedes Jahr am 2. Februar wird in mehreren Orten der USA und Kanadas der Tag des Murmeltiers begangen, um zu erfahren, wie lange der Winter noch dauern würde. Bereits ein Klassiker ist der US-Film aus den Jahr 1993 mit dem Titel „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Bill Murray als zynischer Wettermann sitzt in einer Zeitschleife fest und erlebt den selben Tag immer wieder, mit der Chance, den Verlauf des Tages nach jedem Aufwachen zum Besseren zu verändern.
Ansätze ein Klassiker zu werden hat auch der Abfuhrkalender 2023 unserer Gemeinde, der seit Jahresende 2022 zur Verfügung steht.
Zur Erinnerung: bis 2021 wurde der Abfuhrplan integriert im Gemeindekalender allen Haushalten als Amtliche Mitteilung zur Verfügung gestellt. Dann die erste Änderung: Die Abfuhrpläne 2022 wurden zwar abermals in einem Kalender integriert, jedoch musste man sich den Kalender selbst bei diversen Abgabestellen abholen. Begründung der Gemeinde: klima- und umweltpolitische Gründe und Entlastung der Postmitarbeiter. Der aktuelle Abfuhrplan wurde dankenswerterweise wieder zugestellt. Nicht jedoch von der Post, sondern einer privaten Unternehmung, wie zu erfahren war! Haushalte wurden doppelt beliefert, manch andere gar nicht. Diese mussten erst wieder zur Selbstabholung übergehen.
In die Kategorie unerklärbar fällt, warum reichlich Energie, Ressourcen und öffentliche Mittel sprichwörtlich für den Müll aufgewendet wurden. Jeder der rund 5.500 Haushalt erhielt grundsätzlich sämtliche Abfuhrpläne für alle Ortsteile, Bewohner von Einfamilienwohnhäusern erhielten auch die Abfuhrpläne der Mehrfamilienwohnhäuser, sodass je acht (!) doppelseitig auf Hochglanzpapier produzierte A4-Blätter zugestellt wurden. Drei Viertel der Pläne oder hochgerechnet 33.000 doppelseitig bedruckte Pläne wurden völlig umsonst in Auftrag gegeben und für die „Rote Tonne“ produziert. Eine diesbezügliche Anfrage im Gemeinderat blieb unbeantwortet, allein der Hinweis auf „fehlende Kapazitäten“ seitens der Post wurde genannt. Kein Wort über die konzeptionelle und organisatorische Gleichgültigkeit und die sinnlose Steuergeldverschwendung. Denn alleine die Kosten für den Druck der unnötig produzierten Drucksorten belaufen sich auf geschätzte € 11.000.-. Dabei fallen die abermalige nicht übereinstimmende Farbzuordnung der mitgelieferten Erläuterungen mit den Druckwerken, die zu kleinen Schriftgrößen und Farbkleckse sowie eine verbesserungsfähige Übersicht für die Kalendertabellen der jeweiligen Ortsteile eigentlich fast gar nicht mehr nicht ins Gewicht.
Bill Murray benötigte im Film 12 wiederkehrende Jahrestage, um geläutert aus der Geschichte zu kommen. Wie viele Jahre wird es in der Gemeinde dafür brauchen?
Ein Beitrag von Mag. Gerhard Vötsch

