
Großes Grillfest der Gratwein-Straßengler Volkspartei
2. Juli 2024
Wirtschaft stärken, Lebensqualität erhalten!
24. August 2024Die jährlichen, österreichweiten Erhebungen von 1.025 Befragten zum Vertrauensindex in Politik und demokratiepolitische Institutionen in Österreich zeigen wiederholt klare Ergebnisse und Tendenzen.
Im Vertrauensspitzenfeld liegen Volksanwaltschaft, Polizei, Verfassungsgerichtshof, also Institutionen, die für Schutz, Hilfe, Sicherheit und Kontrolle stehen, während politische Institutionen mit deutlich schlechteren Vergleichswerten, am Ende der Vertrauensskala liegen. Parlament und Regierung liegen konstant am unteren Ende des Vertrauensindex, schlechter sind nur soziale Medien, denen misstraut wird. Auch das Vertrauen in die eigene Gemeinderegierung (Gemeinderäte) ist österreichweit nur leicht positiv, Tendenz generell deutlich fallend. Ein doch überraschend schlechtes Zeugnis, da sich die Kommunen sehr nahe am Bürger wähnen.
Was also tun, um das Misstrauen zu verringern und gleichzeitig das Vertrauen in die eigene Gemeinde zu steigern? Den eingeschlagenen Weg weitergehen oder umkehren, umdenken und umhandeln – in jedem Fall eine berechtigte Frage. Einfach auf Veränderung zu hoffen, wie jüngst in der öffentlichen GR-Sitzung seitens der Gemeindeführung zu vernehmen war, ist naiv. Gleichermaßen untauglich sind Maßnahmen und Schritte zu setzen, die die aktuelle Lage erst hervorgerufen haben. Feuer mit Feuer zu bekämpfen funktioniert im kommunalen Kontext nicht. Was also tun?
Die Antwort ist simpel und gleichsam diffizil. Was für jeden Einzelnen und jedes Unternehmen zutrifft, gilt auch für Gemeinden. Es braucht Ziele und einen Umbruch im Handeln, an denen sich die Entscheidungsfindung konsequent, und zwar im Sinne der Bürger, orientieren. Ziele, die sich idealerweise in einer kommunalen Strategie mit einem Zukunftsbild wieder finden und einen anzustrebenden, zukünftigen Zustand, beschreiben. Das bedeutet folglich, bewusst die eigene Gemeinde ziel- und umsetzungsorientiert zu entwickeln und nicht entwickeln zu lassen und auf bessere Ergebnisse zu hoffen. Es bedeutet auch eine bürgerorientierte Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, die eigenen Potenziale, das Wissen und die Fähigkeiten von Politik und Verwaltung zu nutzen – eigenbestimmt und nicht fremdgesteuert zu entscheiden und die Zukunft damit passiv zu erwarten. Hilfreich dabei können auch Tugenden sein, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse und Bewusstsein um die eigenen kommunalen Stärken. Die Zukunftsagenda des Teams Mario Schwaiger ist jedenfalls eine Antwort auf wahrnehmbare Unzufriedenheit und für positive, zukünftig mögliche Verbesserungen für die Bevölkerung. Peter Drucker, bedeutender, österreichischer Ökonom und Pionier der modernen Managementlehre meinte, „die größte Gefahr in Zeiten des Umbruchs ist nicht der Umbruch selbst, sondern mit der Logik von gestern zu handeln.“ Das ist mit der Zukunftsagenda als Programm für Gratwein-Straßengel mit Sicherheit ausgeschlossen.
von Gerhard Vötsch

