
Entsiegeln wir Gratwein-Straßengel!
27. Mai 2024




Der Ausbau der Radwege ist dringend notwendig. Aktuell werden wieder rund 2 Mio. Euro für einen Radweg zum Stift Rein verbaut. Aber wird das Geld auch sinnvoll investiert? Wäre es nicht billiger möglich? Und wären Radwege wo anders nicht wichtiger?
Den Beginn hat eine neue Betonbrücke über die Mur gemacht. Kosten dafür rund 2,3 Mio. Euro! Dann folgte ein Radweg entlang der Mur, dem angeblich rund 70 Bäume zum Opfer gefallen sind. Weit über ein Jahr Bauverzögerung gab es beim Umbau der Unterführung in Gratwein. Kosten dafür wohl weit über 1 Mio. Euro. Genauere Informationen sind dem Gemeinderat bis jetzt nicht bekannt. Die Arkade beim Betreuten Wohnen im „Gruber Haus“ (Nähe Billa) ist übrigens auch ein „Radweg“. Kosten für diese paar Meter, rund € 170.000. Alle diese Projekte haben den Alltagsradfahrern im Ort nicht wirklich geholfen. Eine Brücke und eine Unterführung gab es schon vorher. Jetzt wird um rund 2,1 Mio. Euro ein Radweg zum Stift Rein errichtet. Abgesehen davon, dass die Radfahrer lieber über den Acker vorbei beim Fußballplatz fahren, stellt sich die Frage, warum eine Sanierung des bestehenden Weges so viel Geld kostet. Man hat das Gefühl, es wurde versucht möglichst teuer zu bauen. Der ÖVP gelang es gemeinsam mit anderen, einen noch teureren Nonsens zu verhindern. Ursprünglich hätte der Radweg zwei Mal die Hauptstraße queren und teilweise auf jetzigem Ackerland gebaut werden sollen. Das konnte abgewendet werden.
Die echten Probleme für das Alltagsradfahren sind jedoch andere. Die Durchfahrt Gratwein zum Beispiel. Ein Radweg zwischen den Ortsteilen Gratwein und
Judendorf-Straßengel. Die Verlängerung des bestehenden Radweges von Graz kommend beim Gasthaus Posch vorbei. Bei diesen Projekten gehörten aus Sicht der ÖVP die Prioritäten gesetzt. Projektideen gibt es. Höchste Zeit sie umzusetzen.